LAMA in den Medien

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Mainpost, 30.07.2018: Bürgerentscheid: Volkacher lehnen Hotel am Main ab 

Versöhnliche Geste nach dem Bürgerentscheid in Volkach (von links): Peter Kornell (Bürgermeister), Ralph Düker (Investor und Betreiber), Willi Freibott (Bund Naturschutz) und Elmar Erhard (Verein Landschaftsschutz Mainschleife).

 

Am Ende ist es eine eindeutige Entscheidung: Die Volkacher Bürger lehnen den Bau des umstrittenen Hotels auf Stelzen an der Mainlände mit knapp 80 Prozent ab. Er hatte sich für seinen Plan, am Main ein Hotel zu errichten, eine „breite Unterstützung der Bevölkerung erhofft“, hatte Ralph Düker, Volkacher Winzer und Hotelier, noch vor einigen Monaten gesagt. Jetzt streicht er angesichts des „klaren Votums“ die Segel. „Die Bürger wollen das Hotel am Main nicht. Das haben sie klipp und klar gesagt, und dann ist es gut“, sagt Düker im Gespräch mit dieser Redaktion. Wie er bereits angekündigt hatte, wird er seine Pläne nicht weiter verfolgen.

Erleichterung bei der Bürgerinitiative

„Ich bin sehr erleichtert über dieses deutliche Ergebnis und dass die Bürger doch so zahlreich an die Wahlurnen gegangen sind“, sagt Willi Freibott, als Vorsitzender der Ortsgruppe Bund Naturschutz und Teil eines Dreier-Bündnisses mit den Grünen und dem Verein Landschaftsschutz Mainschleife (Lama) erklärter Gegner der Pläne Dükers. Die Bürger, so Freibott weiter, hätten „ein gutes Gespür für die Natur, und sie wollen auch keinen Ausverkauf von städtischen Flächen haben“.

Bürgermeister erkennt klare Tendenz

Bürgermeister Peter Kornell hat nach der Auszählung von acht von zehn Stimmbezirken eine „ganz klare Tendenz gegen das Hotel“ gesehen. Er und der Stadtrat hatten sich mit 20:0 Stimmen für das Hotel ausgesprochen, und dass jetzt vier Fünftel der Bürger dagegen seien, zeige ihm ganz deutlich, „dass wir das Hotel am Main zumindest in dieser Wahlperiode nicht mehr thematisieren werden“. Die endet im Frühjahr 2020, „und wir wollen einem zukünftigen Rat nicht vorgreifen“. Vielleicht würde dann der neu zusammengesetzte Rat „gegebenenfalls über das Thema beraten; wir werden es mit Sicherheit vor der Wahl nicht machen“, erklärt Kornell.

Investor erkennt Niederlage an

Investor Ralph Düker, selbst Volkacher und Inhaber zweier Hotels in der Altstadt, wollte mit dem Bau die Hotellerie-Tradition in die nächste Generation tragen. Seine Kinder hätten das Hotel am Main dereinst übernehmen sollen. Außerdem argumentierte Düker, dass er mit seinem Projekt den für Volkach wichtigen Tourismus stärken und positive Effekte für andere Gewerbetreibende in der Stadt erzielen wollte. Dieser Argumentation hatte sich der Stadtrat angeschlossen: Einstimmig hatten Bürgermeister Peter Kornell und die Räte das Projekt befürwortet.

Die Vorgeschichte

Demgegenüber hatte ein Bündnis aus Bund Naturschutz, Grünen und Lama sich gegen den Standort des Hotels gewandt. Das Bündnis hatte kritisiert, dass das Gebäude im Hochwasserbereich des Mains gebaut werden soll und dass es das Landschafts- und Ortsbild beeinträchtigen würde. Der Dreierbund hatte deshalb erfolgreich ein Bürgerbegehren initiiert, um das Votum des Stadtrats rückgängig zu machen.

Die Stadtratsmehrheit ihrerseits stellte dem ihr Ratsbegehren entgegen, weshalb die Bürger am Sonntag zwei Fragen zur Abstimmung bekamen. Die Stichfrage war nicht mehr ausschlaggebend.

Leserbriefe

infranken.de vom 25.07.2018:

Herbert Meyer:

Viele Argumente (richtige und vorgeschobene) zum geplanten Hotel im Mainvorland sind im Laufe der Zeit gewechselt. Einerseits soll die Natur „unberührt“ bleiben, andererseits für Gäste und Bürger erschlossen werden. Beides gleichzeitig wird nicht gehen. Man betrachte das Maintal zwischen Wertheim und Miltenberg.

Wichtig ist, dass Volkach und der Main näher zusammenrücken. Das war bisher recht schwierig. Die lange Wartezeit auf den Neubauder Mainbrücke hat immer wieder die offensichtlich vorgesehene Planung für die Gestaltung des Umfeldes hinausgezögert. Und als jetzt ein Interessent für ein Hotel auftrat, soll dieser Bau umgehend realisiert werden. Was fehlt, ist eine allgemein anerkannte Gesamtplanung für diesen Bereich. Man kann nicht umstrittene Fakten setzen, und alles andere muss sich dem unterordnen. Es gibt viele solcher Negativbeispiele im Bereich der Mainschleife hinsichtlich mancher Ortsplanungen. Deshalb sollten die Beteiligten den Hotelplan vorerst zurückstellen, die zuständigen Stellen das ganze Gebiet gründlich überplanen (oder liegt ein solcher Plan schon fertig in der Schublade?) und dann im Rahmen dieser Ergebnisse ins Detail gehen. Ein Wettbewerb wäre überlegenswert. Der Zugang zum Wasser wird und muss in jedem Fall für alle bestehen bleiben. Der Stadtrat ist an das Ergebnis des Bürgerentscheides ja nur ein Jahr gebunden. Diese Zeit sollte gründlich genutzt werden. Quelle

 

Willy Klapheck: 

Betonfläche würde Grünfläche ablösen

In der teils hitzigen Diskussion über die Bebauung der Volkacher Mainschleife geht es um zwei völlig voneinander unabhängige Projekte, deren Vermischung zu ständigen Missverständnissen führt, schreibt Leser Willy Klapheck:

Da gibt es das Projekt Mainpromenade, welches als kommunales Wunschobjekt seit Jahren im Gespräch ist, für welches aber bis heute noch keine Planung vorliegt. Die Vorstellung einer romantischen Flusspromenade wird sich jedoch kaum noch erfüllen lassen, da das gesamte Ufer bereits mit Kanuvermietungen, Wohnmobilstellplätzen, Bus- und Pkw-Parkplätzen, sowie Schiffsanlegern besetzt ist. Dazu kommt noch einer reger Autoverkehr für die An- und Abfahrten, sodass es mit dem ruhigen Flanieren am Fluss wohl sehr schwer werden wird.

Dann gibt es ein zweites Projekt, welches als privates Bauvorhaben Mainhotel überhaupt nichts mit dem städtischen Projekt Mainpromenade zu tun hat, sondern als Investitionsobjekt einer gewinnorientierten Gesellschaft, welcher auch ein Volkacher Hotelier angehört, in die geschützte Landschaft der Mainaue gebaut werden soll.

Dazu sind zahlreiche Bäume zu fällen und eine Fläche von circa 8000 Quadratmeter zu roden, damit dort ein Bauwerk auf Stelzen entstehen kann, welches in seiner Höhe die Geländerhöhe der nahen Mainbrücke noch deutlich übertrifft. Mit dessen Bebauung würde die heutige Grünfläche am Mainufer von einer Betonfläche abgelöst!

Alle vorgetragenen Argumente für das Mainhotel sprechen nur für den Investor, aber nicht für die Bürger von Volkach. Quelle

Mainpost, 25.07.2018: Bürger entscheiden über Hotelbau: Argumente für den Sonntag

Die Volkacher Bürger stimmen am Sonntag, 29. Juli, darüber ab, ob Hotelier Ralph Düker an der Mainlände ein Hotel bauen darf oder nicht. Bürgermeister und Stadtrat sprechen sich mit einem Ratsbegehren für das Hotel aus; eine Bürgerinitiative ist mit ihrem Bürgerentscheid dagegen.

Was bisher geschah?

Die Vorgeschichte: Ein Hotel direkt am Main, zwischen Campingplatz und Mainbrücke – diese Idee kam dem Volkacher Winzer und Hotelier Ralph Düker, Inhaber der Altstadthotels „Schwane“ und „Turmdieb“ sowie des Weingutes „Schwane“ im Oktober 2015 nach dem Stadtratsbeschluss, die Mainlände mit einer Neugestaltung aufzuwerten. Düker tat sich mit dem Berliner Architekten Ralf Pfeiffer zusammen mit dem Ziel, dort ein Hotel zu errichten.

Doch schnell regte sich Widerstand in der Bevölkerung. Der mündete in ein Bündnis aus den örtlichen Grünen, dem Bund Naturschutz und dem Verein Landschaftsschutz Mainschleife (Lama). Das Bündnis initiierte ein Bürgerbegehren, und 1870 Unterschriften ließen daraus einen Bürgerentscheid gegen das Hotel werden.

Der Stadtrat hatte mit 20:0 den Hotelplänen sein Einvernehmen erteilt und stellt daher dem Bürgerentscheid ein Ratsbegehren gegenüber, das das Hotel befürwortet.

 

Die Argumente des Hoteliers

„Die komplette Mainlände soll erschlossen werden, vom Campingplatz über den Wohnmobilstellplatz bis zum Kanuverleih. Und dort wäre ein Hotel genau richtig, um Main und Wein erlebbar zu machen.“ Das sagt Ralph Düker, der das Hotel betreiben und später seinen Kindern – eine Winzerin, eine Hotelierin, ein Betriebswirt – übertragen will. „Es gibt immer mehr, gerade junge Leute, die dort abends im Staub sitzend den Sonnenuntergang bewundern“, sagt er. Das Hotel mitsamt einer Terrasse würde nicht nur dem „Sundowner“ ein gewisses Etwas verleihen, sondern die Mainlände insgesamt aufwerten und wegen der Achse Mainlände – Stadt „einen Mehrwert für Urlauber und Volkacher bieten“. Das gastronomische Erlebnis würde sich auf Weine vom Weingut Schwane sowie von Partnerwinzern der Mainschleife in einem weintypischen Bistro konzentrieren. Was Düker klarstellt: „Die Gewerbesteuer des Hotels zahlen wir dort, wo sie anfällt, und das ist in Volkach.“

Der Bau im Hochwasserbereich stellt den Architekten Ralf Pfeiffer vor eine Herausforderung. „Die Auflagen sind immens hoch“, sagt Düker. Für die Oberflächenversiegelung – gut 100 Quadratmeter für die notwendigen Stelzen sowie Treppenhäuser und Aufzüge – sind laut Bauvorbescheid Ausgleichsflächen zu schaffen. 90 Prozent der hohen Bäume bleiben stehen. Außer zwei Bäumen müssten das Gestrüpp sowie einige Hausgärten weichen. Das ausgekofferte Parkdeck unter dem Hotel gilt als Rückzugsfläche, die bei Hochwasser überflutet wird und ein zu starkes Ansteigen des Mains verhindert. Die Folge: Das Hotel ist mit dem Hochwasserpegel Trunstadt verbunden; bei Hochwasseralarm wird es evakuiert.

Sein Hotel, sagt Düker, könne nur dort entstehen, wo es geplant sei, und es ordne sich den markanten Punkten Stadtpfarrkirche, Maria im Weingarten und der Mainbrücke unter. „Wir würden uns freuen, wenn die Volkacher sich mutig entschließen würden, das Projekt zu unterstützen. Wir versprechen gefühlvollen und weitsichtigen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen“, schließt er sein Plädoyer für das Hotel. Sprechen sich die Bürger gegen das Hotel aus, wird er seine Pläne „bis auf Weiteres“ nicht weiter verfolgen.

 

Die Positionen des Dreierbündnisses

„Wir haben nichts gegen das Hotel – aber bitte nicht an diesem Ort!“ Das ist die Grundhaltung des Vereins Lama, der mit der Idee gegründet worden ist, dieses Hotel zu verhindern. Im Gespräch mit dieser Redaktion stellen die Spitzen des Dreierbündnisses, die beiden Lama-Vereinsvorsitzenden Elmar Erhard und Birgit Rottmann-Barth sowie Willi Freibott und Anita Wagenhäuser vom Bund Naturschutz und Regina Hetterich von den Grünen, ihre Positionen klar.

Gegen die Familie Düker hege man keinerlei Abneigungen; vielmehr gehe es „um die Sache“. Die geplante Verschönerung des Mainvorlandes stößt bei allen auf Zustimmung. „Aber diese wertvolle Fläche darf nicht an einen Privatinvestor übergeben werden“, sagt Erhard.

Auf dem Grundstück befinden sich Hausgärten von Bewohnern der Altstadt, die keinen Garten besitzen und laut Bündnis verschwinden würden. Dass für 8000 Quadratmeter Grund und Boden 52,50 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen wären, hält das Bündnis angesichts dieses „Filetstücks der Stadt“ für zu wenig. Außerdem lägen die Grundstücke im amtlich festgesetzten Überschwemmungsbereich und müssten im Hochwasserfall als Ausweichfläche dienen. Das Bündnis sieht durch den Bau des Hotels auf Stelzen den Hochwasserschutz beeinträchtigt. „Uns ist der Dämmerschoppen am Altstadtbrunnen lieber als ein Sundowner am Main“, so die Überzeugung der Gegner.

Jüngst hatte das Bündnis – wie zuvor der Investor – mit einem Hubwagen die Höhe des Hotels im Vergleich zur Mainbrücke dargestellt. Das Hotel ist gut 300 Meter von der Brücke entfernt. Der Hubwagen störte die Sicht in Richtung Maria im Weingarten nicht, wie Willi Freibott zugegeben hatte.

Anita Wagenhäuser befürchtet dennoch schädliche Umwelteinwirkungen und eine Verunstaltung des Orts- und Landschaftsbildes: „Ein genehmigter Bau zieht weitere Bauten nach sich – siehe Kanuverleih.“ Wenn das Bündnis auch hofft, den Bürgerentscheid zu gewinnen, so sei man auch im gegenteiligen Fall bereit, den Bürgerwillen anerkennen. „Wir werden aber das dann folgende Verfahren, das mit der Änderung des Flächennutzungsplanes beginnt, genau beobachten und uns dazu äußern“, sagt Erhard.

 

Die Haltung von Bürgermeister Kornell

Der Stadtrat hat dem Hotel einstimmig sein Einvernehmen erteilt, „weil wir glauben, dass es für die Zukunftsentwicklung unserer Stadt und insbesondere für eine unserer Stärken, den Weintourismus, eine gute und richtige Investition ist“, argumentiert Bürgermeister Kornell. Damit würden auch Arbeitsplätze geschaffen, was für die Stadt weitere Steuereinnahmen über den Anteil an der Einkommenssteuer bedeutet. Zudem kassiert die Stadt Volkach auch Gewerbesteuer. Insgesamt, so Kornell, „erhöht dieses Hotel an dieser Stelle die Aufenthaltsqualität am Main, nicht nur für die Urlauber, sondern auch für die Volkacher“. Denn die Neugestaltung der Mainlände soll auch für die Volkacher attraktiv werden und bleiben.

Wegen der Neugestaltung der Mainlände hatte es bereits Bürgerworkshops gegeben. Jetzt denkt Kornell darüber nach, sie erneut anzubieten. Auch bei der Änderung des Flächennutzungsplanes seien die Bürger eingeladen, sich mit konstruktiven Vorschlägen zu beteiligen.

Das Hotel soll nicht nur im Hochwasserschutzgebiet, sondern auch im Außenbereich entstehen. Aber „wenn keine öffentlichen Belange entgegenstehen, geht das auch“, sagt der Bürgermeister und nennt als Beispiel dafür das Nachhaltigkeitszentrum in Handthal. Und zur Frage des Grundstückspreises sagt Kornell: 52,50 Euro pro Quadratmeter kostet jeder Gewerbegrund in Volkach. Weiterlesen


BR, Sendung Unkraut vom 16.07.2017


Mainpost, 05.07.2018: Verdecken Bäume das Hotel am Main?

Genau 11,20 Meter ragt die Hebebühne in die Höhe und simuliert den höchsten Punkt des geplanten Hotels am Main. Ein weißes Tuch von der Größe eines Bettlakens flattert im Wind und zeigt auch aus der Ferne an, wie hoch das Hotel wird. Mit dieser Aktion und Farbpunkten für die Ausmaße stellen Ralph Düker (Investor und Betreiber) sowie Ralf Pfeiffer (Architekt) vor Ort am Main bildhaft dar, welche Dimensionen das Hotel haben soll. Am Ende der gut zweistündigen Veranstaltung am Mittwochabend, die von etwa 400 Bürgern besucht worden war, atmet Ralph Düker erleichtert durch. „Wir hatten mit dem Schlimmsten gerechnet, am Ende war es sehr positiv für uns“, sagt er, „viele, die als Gegner gekommen waren, weil sie sich nicht richtig informiert fühlten, sind jetzt für das Hotel.“ Weiterlesen


Mainpost, 22.06.2018: Astheimer Kindergarten auf Exkursion

Bevor die Mädchen und Buben des Astheimer Kindergartens ihre Ideen für einen Wettbewerb vom Bund Naturschutz und der Bürgerinitiative LAMA (Land am Main) nachkommen, folgten sie der Einladung von Regina Hetterich, Sprecherin vom OV Volkach Bündnis 90/Die Grünen, zu einem Ortsbesichtigungstermin an der Mainlände. Auf der Brücke wurde das erste Foto Richtung „Maria im Weingarten“ festgehalten (Bild). Hier erfuhren die Kinder laut Pressemitteilung, dass man keine Plastikabfälle in den Main werfen darf, damit die Fische gesund bleiben. Weiter auf ihrer Wanderung bewunderten sie die Farbenpracht der Blumen, besuchten den Garten von Anita Krämer-Gerhard und machten unter einem schattigen Kastanienbaum am Main mit Kindergartenleiterin Anneliese Götz ein Picknick. Eine besondere Anziehungskraft hatte der Main. Hier würden sich die Kinder ein Plansch- oder Matscheck wünschen und für die Eltern einen Sandstrand. Als Erinnerung und zum Abschluss an die lehrreiche Exkursion bekamen die Mädchen und Buben Holzmarienkäfer von Regina Hetterich. Ein Wiedersehen wird es spätestens beim Abgeben der Ideen am 25. Juni 2018 geben. Weiterlesen


Mainpost, 22.06.2018: Gestaltung der Mainlände

Der Verein Bürgerinitiative LAMA Landschaftsschutz Mainschleife hat einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen, bei dem Volkacher Bürgerinnen und Bürger ihren Beitrag zur Gestaltung der Mainlände leisten können. Es geht um eine Aufwertung des Bereichs zwischen Waterwalker und Schiffsanleger/kleine Brücke für alle Altersklassen, Touristen und Bürger. Die Bürger sind gefragt was sie sich dort gerne wünschen, heißt es in einer Mitteilung. Mitmachen können Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Bildungseinrichtungen und viele mehr. Der Wettbewerb ist zweigeteilt, für Kinder und Erwachsene. Ideen können in jeder Form eingereicht werden. Die Sieger erwarten Sachpreise örtlicher Geschäfte.

Einsendeschluss ist der 25. Juni. Ideen können abgegeben werden unter der E-Mail hallo@lama-volkach.de, am LAMA-Briefkasten Untere Zwingergasse 1 in Volkach und im Geschäft Bücherblume. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.lama-volkach.de.

Der Verein LAMA wehrt sich gegen den geplanten Bau eines Hotels im Mainvorland, zu dem es am 29. Juli einen Bürgerentscheid gibt. Weiterlesen


Mainpost, 15.05.2018: Nun entscheiden die Bürger über das Hotel am Main

Letztlich war es in der unaufgeregten und emotionsfreien Volkacher Stadtratssitzung eine reine Formsache: Mit 21:0 erklärte der Stadtrat am Montagabend das Bürgerbegehren gegen das geplante Hotel auf Stelzen am Main für zulässig. Die Prüfung durch das Wahlamt hatte ergeben, dass von 1824 eingereichten Unterschriften 1645 gültig waren. Notwendig gewesen wären 731; das entspricht zehn Prozent der Wahlberechtigten.

Dreier-Bündnis gegen Hotel-Standort

Die Initiatoren des Begehrens, ein Bündnis aus Bund Naturschutz, den Grünen und dem Verein Landschaftsschutz Mainschleife, erklärten sich auch mit Sonntag, 29. Juli, als Tag des Bürgerentscheides einverstanden, den der Rat nun festsetzte.

Vor gut zweieinhalb Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, das Mainvorland, auch Mainlände genannt, neu zu gestalten. Betroffen davon ist der Bereich zwischen dem Campingplatz und der Mainbrücke, an dem auch Ausflugs- und Fluss-Kreuzfahrtschiffe anlegen. Zwischenzeitlich ist Stadtplaner Dag Schröder aus Schweinfurt mit der Planung beauftragt. Als der Ratsbeschluss stand, war das für Ralph Düker, Winzer und Gastronom in Volkach, der dort die Hotels „Zur Schwane“ und „Turmdieb“ sowie ein Weingut betreibt, der Anlass, seine Vision umzusetzen. Düker möchte ein Hotel direkt am Main bauen, um, „Main und Wein erlebbar zu machen“.

Bau im Hochwasser- und Naturschutzgebiet

Weil dieser Bereich im Hochwasserbereich und teilweise in einem Naturschutzgebiet liegt, haben die Behörden die Messlatte für jegliche Bebauung hoch gehängt. „Wir haben, noch bevor die Planung feststand, bei allen erforderlichen Behörden vorgesprochen“, sagt Düker, also bei der Stadt, dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt. Dabei habe man erfahren, unter welchen Auflagen sich der Plan in die Tat umsetzen lasse könnte. Dazu gehört, dass das Hotel bei einer Hochwasserwarnung evakuiert werden muss. Letztlich stellte Düker den Plan dem Stadtrat vor, und der erklärte im September 2017 einstimmig sein Einvernehmen. Genehmigende Behörde ist das Landratsamt, und das wird eine Baugenehmigung erst dann erteilen, wenn eine andere Voraussetzung erfüllt ist – die Änderung des Flächennutzungsplans.

Sein Hotel, argumentiert Düker, könne nur an dieser Stelle entstehen, „und wenn es mit dem Bürgerbescheid abgelehnt wird, werde ich es nicht bauen. Einen Plan B habe ich nicht“.

Rat stimmt Begehren einstimmig zu

Nach dem einstimmigen Ratsbeschluss regte sich Widerstand durch den Bund Naturschutz, und bald gründete sich auch der Verein „Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife LAMA“. Gemeinsam mit den Grünen entstand so das Bündnis, das nun das Bürgerbegehren initiiert hatte. Der Stadtrat hatte mittlerweile ein Ratsbegehren formuliert, um es dem Bürgerbegehren entgegenzustellen. Auch das ging ohne Diskussion und emotionsfrei am Montag mit 21:0 durch.

Einzig mit ihrem Antrag auf eine reine Briefwahl ist die BI gescheitert. Bürgermeister Peter Kornell sprach von „verfassungsrechtlichen Bedenken“, und auch mehrere Räte plädierten für eine klassische Wahl mit Wahllokalen plus einer Briefwahl. Mit 14:7 entschied sich der Rat mehrheitlich für diese Variante. So bekommen die Wahlberechtigten bald die Wahlbenachrichtigung mitsamt einem Stimmzettel sowie einen Wahlschein für die Briefwahl. Den Initiatoren trug der Rat an, selbst Wahlhelfer zu stellen, um einem späteren Manipulationsvorwurf vorzubeugen. Weiterlesen Anmerkung von LAMA: Die Formulierung des Ratsbegehrens ging mit 18:3 Stimmen durch, nicht wie von der Mainpost berichtet, mit 21:0. Das wurde von der Mainpost nachträglich berichtigt.


Mainpost, 16.05.2018: Ein Hotel auf Stelzen

Gebaut auf 52 Stelzen mit je 40 Zentimetern Durchmesser und einer Grundfläche von etwa 2200 Quadratmetern bei einem Grundstücksbedarf von 6500 Quadratmetern: Das sind die Ausmaße des geplanten Hotels am Main im Hochwasser- und Naturschutzgebiet vor den Toren Volkachs.

Nachdem ein Bürgerentscheid gegen das Hotel und ein Ratsbegehren für die Pläne in die Wege geleitet sind, stellten der Investor und Betreiber Ralph Düker und der Architekt Ralf Pfeiffer im Schelfenhaus gut 120 Interessierten den Plan mit vielen Fotos vor. Moderatorin des Abends war Eva Koch.

Der Hintergrund

Er wolle mit diesem Hotel den Gästen der Flusskreuzfahrtschiffe „Volkach zugänglich machen“, sagte Düker und erinnerte an die „harte Diskussion zur Neugestaltung der Hauptstraße, und gut 50 Prozent der Gäste, die jetzt dort ihren Schoppen trinken, sind Volkacher“. Das Hotel solle nicht nur junge Leute, sondern auch Wanderer und Radfahrer ansprechen.

Hier brachte Marco Maiberger den Mainradweg als „einen der erfolgreichsten deutschen Radwanderwege“ ins Spiel. Der Weg führe direkt am Hotel vorbei, die Radfahrer „schließen ein Loch außerhalb der Saison“. Und: „Wer an der Nordsee Urlaub macht, sucht die Nähe zum Wasser, wir sind hier am Main.“ Auch will er, ähnlich wie Düker, eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer in Volkach. „Wir sind als Weingegend eine klassische Kurzreise-Region, und die Leute bleiben oft nur wenige Tage, etwa zu Weinfesten.“

Kritikpunkte

Einer der größten Kritikpunkte war der Flächennutzungsplan (FNP). Erst nach dessen Änderung wird das Landratsamt als genehmigende Behörde eine Baugenehmigung erteilen. Dieser Plan, erklärte Bürgermeister Peter Kornell, würde ohnehin geändert werden, zunächst für Volkach, später für die Ortsteile. Das wäre auch für die Umgehung notwendig gewesen. „Und den brauchen wir auch für die Umgestaltung des Mainvorlandes, dessen Planung wir jetzt in Auftrag gegeben haben.“ Ohne diese Umgestaltung in ein Naherholungsgebiet mit Mainpromenade und einer „verbesserten Aufenthaltsqualität“ werde es das Hotel nicht geben, sagte Kornell.

Problem Hochwasser

Nicht weniger kritisch sahen die anwesenden Naturschützer den Umstand, dass das Hotel in einem Überschwemmungsgebiet stehe. Das hatte der Architekt auch mit eingeplant („HQextrem, also mehr als das Hundertjährige Hochwasser“) und sogar simulieren lassen, ob weggeschwemmte Campingwagen das Gebäude schädigen könnten.

Uncooles Volkach?

Wenn der Pegel Trunstadt Hochwasser zeigen würde, „müssen wir binnen 24 Stunden das Hotel räumen“. Minuspunkte sammelte der Architekt mit der Aussage, seine drei Kinder fänden Volkach „uncool, da sind ja nur alte Leute“. Auch konnte er auf mehrfache Nachfrage die Länge des Baukörpers nur aufgrund eines fremden Planes einschätzen, und beides wird auf der Facebookseite des Vereins „Landschaftsschutz Mainschleife“ leidenschaftlich diskutiert. Zum Artikel mit weiteren Bildern


Nordbayern.de, 15.05.2018: 

Volkach: Bürgerentscheid um Design-Hotel auf Stelzen

Bürger wollen die Naturidylle an der Main-Schleife bewahren

VOLKACH - Das fränkische Weinland zieht seit Jahren immer mehr Touristen an. Das stellt manche Orte aber auch vor große Herausforderungen. Denn nicht überall sind auch genügend Betten vorhanden. In Volkach will ein Winzer nun gern kräftig investieren - doch es gibt Widerstand. Weiterlesen


Leserbrief von Birgit Rottmann-Barth zum Artikel: „1170 Unterschriften für Bürgerbegehren“ vom 19.04.2018

Zahlreiche interessierte und besorgte Bürgerinnen und Bürger haben sich am Dienstag im Pfarrheim eingefunden, um sich weiter über das Bürgerbegehren zum geplanten

„Stelzenhotel“ zu informieren. Dieser Zuspruch zeigt, welche Brisanz dieses Bauvorhaben birgt.

Außer dem Fraktionsvorsitzenden der Bürgerliste sind leider keine weiteren Stadträte zur Veranstaltung gekommen, was ich sehr bedaure, denn wie sich zeigt, ist bei einigen sehr wohl noch Informationsbedarf geboten.

Besonderen Respekt möchte ich an dieser Stelle Herrn Flammersberger, dem Vorsitzenden der Bürgerliste, zollen, der öffentlich eingestand, er hätte gegen das„Stelzenhotel“ gestimmt, wenn er im Vorfeld die nötigen Informationen, die eigentlich vom Bürgermeister allen Stadträten zugänglich gemacht werden müssten, gehabt hätte.  Ein solcher Schritt ist auf der politischen Ebene keine Selbstverständlichkeit. Fehler werden in der großen sowie in der kleinen Politik eigentlich nie eingestanden, vertuscht, „ausgesessen“ oder gar dem politischen Gegner in die Schuhe geschoben.

Doch aus Fehlern kann man bekanntlich oder sollte man zumindest lernen.

Aber einige Vertreter des Stadtrats zeigen sich dahingehend wohl beratungs-, bzw. lernresistent. Ich zitiere aus einem Statement der CSU-Fraktion vom 19.03.2018: „... es ist ein im Umfeld der Mainbrücke und des Campingplatzes ein zurückhaltender, hochwertig gestalteter Baukörper mit Gründach geplant, der ca. 1,5 m unter der Mainbrücke liegt und die Kirchbergansicht nicht berührt.“

Wie soll denn das gehen? Das Hotel wäre ca. 12 Meter hoch, Hotelschiffe haben beispielsweise eine maximale Höhe von 6 Metern und passen dann gerade unter der Mainbrücke durch. Der geplante Bau wäre doppelt so hoch! Und das würde die Sicht auf den Kirchberg nicht behindern?! Da kann man sich wirklich nur wundern.

Der städtebauliche Berater der Stadt Volkach spricht in seiner Stellungnahme vom 20.08.2016

dagegen von einer „störenden burgähnlichen Dreiflügelanlage, die mit Rücksicht auf die einmalige Kulturlandschaft am Main neu definiert werden müsse.“

Kennt die CSU dieses Gutachten vielleicht immer noch nicht?

 

Ich begrüße es daher sehr, dass sich nun immer mehr Bürger/innen mit diesem Thema auseinandersetzen. Es ist außerordentlich wichtig, nachzufragen, sich einzumischen, seine Meinung kundzutun und nicht alles kritiklos abzunicken, was von oben kommt.

Zur Zeit findet im Museum Barockscheune in Volkach eine sehr informative Ausstellung „Vom Untertan zum Staatsbürger“ statt, die uns anschaulich verdeutlicht, wie das zarte Pflänzchen Demokratie“ vor 200 Jahren trotz widriger Umstände und dank kämpferischer Bürger wachsen konnte, sodass wir heute eine Verfassung haben, die den Bürgern Rechte zur Verfügung stellt, um auch direktdemokratisch an der Politik teilzunehmen.

Noch in den 80er Jahren war die Möglichkeit eines Bürgerentscheids noch nicht gegeben. Die Initiative „Rettet die Mainschleife“, die gegen den Truppenübungsplatz in Nordheim eintrat, konnte den Bau damals leider nicht verhindern.

Deswegen sollten wir alle unser Bürgerrecht nutzen und uns für ein Bürgerbegehren einsetzen und beim Bürgerentscheid dann mit unserer Stimme die weitere Gestaltung der Mainlände mitbestimmen.

Einen Wechsel vom „Staatsbürger zum Untertan“wollen wir doch alle nicht!

 

Volkach, den 20.04.2018

Birgit Rottmann-Barth

Bürgerinitiative LaMa – Landschaftsschutz Mainschleife e.V.(i.Gr.)


24.04.2018: Mainpost: 1817 Unterschriften für Bürgerbegehren

734 Unterschriften der Volkacher Wahlberechtigten wären notwendig gewesen, um ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. Diese Zahl hat das Bündnis aus Bund Naturschutz (BN), der Partei die Grünen und der Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife (LAMA) mehr als verdoppelt. Das Bündnis überreichte Bürgermeister Peter Kornell ein dickes Paket mit Unterschriftenlisten, versehen mit der Zahl 1817. So viel Unterschriften sind bis jetzt zusammen gekommen, mit denen sich die Wahlberechtigten des Ortes gegen das geplante Hotel auf Stelzen am Main aussprechen. Genauer gesagt soll ein Bürgerbegehren erreicht werden, das sich gegen die Veräußerung oder sonst einer Art der „Verfügungstellung“ von städtischem Grund für den Hotelbau wendet. Weiterlesen


21.04.2018: Süddeutsche Zeitung: Zoff an der Mainschleife

Ein Unternehmer will in Volkach ein Hotel bauen, direkt am Fluss. Es gibt Protest, Naturschützer fürchten um die Landschaft. Der Zorn richtet sich gegen den Bürgermeister, denn das Grundstück gehört der Stadt.

Im "lieblichen Weinort an der Mainschleife", wie sich Volkach selbst nennt, geht es derzeit ganz und gar nicht lieblich zu. Ein Unternehmer möchte dort direkt am Mainufer ein Hotel bauen, hochwassersicher auf Betonstelzen, wütende Bürger wollen das verhindern. Deren Wut richtet sich in erster Linie gegen den Bürgermeister der 9000-Einwohner-Stadt, denn ohne das Rathaus wäre das Projekt nicht machbar: Die Stadt will dem Hotelier das notwendige Baugrundstück zur Verfügung stellen. Dass Bürgermeister und Stadträte seit mehr als einem Jahr in die Pläne eingeweiht waren, ohne die Allgemeinheit von ihren Absichten zu informieren, hat die Gemüter nicht gerade besänftigt. Die Bürger erfuhren erst vom Hotel, als die Idee schon in die Form einer offiziellen Bauvoranfrage gegossen war.

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16.04.2018: Mainpost.de; Infranken.de: Bürgerbegehren gegen Ratsbegehren

„Wir wollen eine Sache klarstellen: Wir sind nicht gegen das Hotel an sich, sondern gegen den Standort, an dem es gebaut werden soll.“ „Wir wollen eine Sache klarstellen: Wir sind nicht gegen das Hotel an sich, sondern gegen den Standort, an dem es gebaut werden soll.“ „Wir“, das ist eine neu geschmiedete Allianz aus der Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Mainschleife“ (LAMA), der Ortsgruppe Volkach vom Bund Naturschutz (BN) und der Ortsverein Volkach von Bündnis 90/Die Grünen.

Das geplante Hotel, gegen das sie sich verbünden, soll im Mainvorland, der so genannten Mainlände, gebaut werden – auf Stelzen. Die erste große Aktion dieses Bündnisses ist ein Bürgerbegehren, für das momentan noch Unterschriften gesammelt werden. Läuft alles nach Plan, könnte noch vor den Sommerferien ein Bürgerentscheid durchgeführt werden.

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13.04.2018: Mainpost: "Volkacher "Müllsammler" unterwegs

Zwei Stunden lang haben Umweltfreunde das Ufer und die Spazierwege am Main in Volkach von Müll gesäubert. Die Aktion wurde vom Verein „Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife“ (LAMA) organisiert, so die Mitteilung. Wie nötig sie war, habe die Ausbeute gezeigt. Große Mengen von Flaschen, Plastiktüten, Metallteilen und anderem Schrott wurden dem Bauhof übergeben. Mit der Säuberung will LAMA auf die Situation im Landschaftsschutzgebiet an der Mainschleife aufmerksam machen, wo ein zwölf Meter hohes und 135 Meter langes Hotel auf Stelzen errichtet werden soll. Der Verein befindet sich in Gründung, ist gegen die Baupläne und setzt sich mit dem Bund Naturschutz und den Grünen, für den Erhalt der Mainschleife in ihrer jetzigen Form ein, so die Pressemitteilung außerdem. Im Bild: die Müllsammler Birgit Rottmann-Barth (von links), Agnes Ebert, Nicole Rauchenberger, Claudia Hahn, Willi Freibott, Karl-Heinz Doehler, Manuela Wahler, Alexandra Collani und Elmar Erhard. Zum Artikel


09.04.2018 Infranken.de, 16.04.2018 Mainpost: "Räte hätten sich "etwas überfahren lassen""

„Warum haben die Stadträte ihre Zustimmung zur Bauvoranfrage des Main-Hotels gegeben?“ – eine Frage, die viele Mitglieder der Bürgerliste in Volkach umtreibt. Sie ist auch die zentrale Frage beim Monatstreffen Anfang April. Viele Mitglieder und Interessierte haben an der Sitzung teilgenommen, um ihre Fragen an die Stadtratsmitglieder der Bürgerliste heranzutragen.

Jochen Flammersberger, der Vorsitzende der Bürgerliste, erklärte, man habe sich in der Stadtratssitzung schon „etwas überfahren lassen“. Zwar wurde das Projekt schon im Vorfeld in einer nichtöffentlichen Sitzung und anschließend im September 2017 im Rahmen der öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt, allerdings ohne die Unterlagen, welche mittlerweile durch die Bürgerinitiative „LAMA“ recherchiert wurden. Die zeigen beispielsweise das negative Gutachten eines Ingenieurbüros... Weiterlesen


06.04.2018: Treffen zum Main Clean-up

LAMA deckt auf! Wir haben uns heute in die hintersten Winkel unseres Mainufers begeben und jede Menge Müll aus den Büschen und Böschungen gezogen. Wir wollen dass unser Mainufer schön bleibt und an diesem kommenden Wochenende viele Volkacherinnen und Volkacher unser schönes Mainufer genießen können. Dabei waren v.l.n.r.: Birgit Rottmann-Barth (gleichberechtigter 2. Vorständin Bürgerinitiative Verein LAMA Landschaftsschutz Mainscheife e.V.i.Gr.), Agnes Ebert, Nicole Rauchenberger, Claudia Hahn, Willi Freibott (1. Vorsitzender Bund Naturschutz Volkach), Karl-Heinz Doehler (Beisitzer LAMA), Manuela Wahler (Schatzmeisterin LAMA), Alexandra Collani, Elmar Erhard (Vorstandsvorsitzender LAMA), nicht im Bild: Andrea Rauch (Schriftführerin LAMA). Vielen Dank an alle Teilnehmer, schön wars mit euch! Nächsten Freitag setzen wir unsere "Veranstaltungsreihe" :) fort und laden alle ein zum Fledermaus-Spaziergang!



05.04.2018: Leserbrief Elmar Datzer in der Mainpost

Während wir das Bürgerbegehren zum Hotel auf Stelzen vorantreiben, kümmern wir uns auch um Themen, die im direkten Zusammenhang damit oder dem allgemeinen Schutz der Mainschleife stehen. Dazu gehört auch die illegale Baustelle Sonnenhotel in den Weinbergen.

 

Seit Wochen versucht unser Beisitzer im Verein LAMA, und engagierter Mitbürger und Mitveranstalter der Infoveranstaltung am 8.3. im Pfarrheim, Elmar Datzer, einen Leserbrief in der Mainpost veröffentlichen. Nachdem uns die Zeitung nicht geglaubt hat dass wir im Recht sind und keine Fakten verdrehen sondern die Paragraphen kennen, wurde aus einer Ablehnung des Leserbriefes nun ein Abdruck einer (von 5!) zugesandten Änderungen des Originals. Wir drucken den originalen Leserbrief deshalb hier ab. 

 

Leserbrief zu Zeitkapsel bezeugt Geburt des Sonnenhotels (Main Post vom 14.03.2018)

 …. sie bezeugt aber nicht, dass es sich um eine Steißgeburt handelt. 

 Beim publikumswirksamen Spatenstich stechen die Spaten der Beteiligten nämlich nicht nur in fränkische Scholle, sondern auch in den Sumpf einer rechtswidrigen Baugenehmigung. Dummer Weise war ausgerechnet ein Fernsehteam vor Ort und der Bürgermeister musste vor laufender Kamera eingestehen, dass nach dem gültigen Flächennutzungsplan der Bau nicht erlaubt ist. Zitat: "Das Verfahren der Änderung des Flächennutzungsplans müssen wir jetzt einleiten. Das hatten wir sowieso vor. "

 

Der Fahrer, der ohne Führerschein erwischt wird, verkündet, dass er den Führerschein sowieso schon mal machen wollte. Das hat er im September 17 in der Stadtratssitzung, die u.a. mit diesem Bau befasst war auch schon verkündet. Passiert ist seitdem nichts, d.h. der Bau wird im Außenbereich auf landwirtschaftlicher Fläche errichtet. Ein glasklarer Verstoß gegen § 35 BauGB. Und das Landratsamt weiß das genau, hat es doch erst am 20.02.18 zum Vorhaben des Stelzenhotels klargestellt "… bleibt ein abgeschlossenes Änderungsverfahren des Flächennutzungsplanes eine wesentliche Voraussetzung für die Genehmigung eines Bauantrages. Ohne ein abgeschlossenes Änderungsverfahren… kann gegenwärtig eine Baugenehmigung nicht in Aussicht gestellt werden."

Für das Sonnenhotel wurde die aber bei gleicher Rechtslage nicht nur in Aussicht gestellt, sondern erteilt.

 

Das ist vorsätzlicher Rechtsbruch in Reinkultur durch die Genehmigungsbehörde, die sich u.a. Rechtsaufsichtsbehörde nennt. Und deren Chefin, die Landrätin lächelt spatenstechend mit dem Bürgermeister und dem Investor in die Kamera der Lokalpresse. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

 

Man sollte darüber nachdenken, ob wir im Weinlandkreis nicht auf den Anbau von Bananen umstellen sollten, die dazu gehörende Republik scheinen wir bereits zu haben.

Volkach, den 16. März 2018

Gez.: Elmar Datzer, Zeilitzheimer Pfad 16, 97332 Volkach


19.03.2018: infranken.de; Mainpost:

"Bürgerinitiative will "gemeinsam das Beste für Volkach""

Von der Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife reagiert deren Vorsitzender Elmar Erhard ... . Er schreibt in einer Stellungnahme: ... Die Fragestellung beinhaltet, ob die Fläche der Stadt Volkach dem Investor zur Verfügung gestellt werden soll.“ Daraus ließen sich, so Erhard weiter, bei Zustimmung durch ein Ratsbegehren drei Möglichkeiten durch die Stadt Volkach ableiten: Die Stadt Volkach verkauft die Fläche an den Investor. Oder: Die Stadt Volkach verschenkt die Fläche an den Investor. Oder: Die Stadt Volkach kann im Zuge des Erbbaurechts dem Investor die Fläche bis zu 99 Jahre kostenlos zur Verfügung stellen. ... Weiterlesen


15.03.2018: BR, Sendung QUER:

"Fluch der Schönheit: Umstrittene Hotelbaupläne am Main-Ufer"

Ein Wein-Design-Hotel soll gebaut werden, direkt am Markenzeichen von Volkach: der Mainschleife. Eigentlich ein unmögliches Projekt: so nah am Wasser genehmigten die Behörden bisher kaum Bauten – nicht mal eine Materialhütte für die Wasserwacht. Und nun könnte dort ein über 100 Meter langer Hotelbau entstehen. Viele Bürger wollen das verhindern. Ihre Befürchtung: die schöne Landschaft, wegen der die Touristen anreisen, könnte durch immer neue Hotelklötze verstellt werden. 



13.03.2018: infranken.de; Mainpost:
"Ratsbegehren: Volkacher dürfen über Hotel am Main abstimmen"

Der Stadtrat Volkach votiert mehrheitlich für ein Ratsbegehren über das umstrittene Bauprojekt. Außerdem wehrt er sich gegen den Vorwurf, ein „Verbrechen“ begangen zu haben.

Das Ratsbegehren zum Thema Hotel am Main ist beschlossene Sache: Am Montagabend stimmten die Räte mit 17:1 zu, die Bürger zu fragen, ob die Stadt dem Investor städtische Flächen für den Bau des Hotels zur Verfügung stellen soll.  ... Weiterlesen


09.03.2018: infranken.de; Mainpost:

"Widerstand gegen Hotel organisiert sich"

Gegen das am Main geplante Hotel auf Stelzen formiert sich zunehmend Widerstand, in Form des Vereins Bürgerinitiative Landschaftsschutz Mainschleife e. V.

Er ist am Donnerstagabend im Pfarrheim Volkach mit gut 50 Mitgliedern erfolgreich aus der Taufe gehoben worden. ... Das erste Vorhaben ist, unabhängig von einem möglichen Ratsbegehren (über das der Stadtrat am Montagabend entscheiden will), ein Bürgerbegehren gegen das geplante Hotel auf die Beine zu stellen. ... Weiterlesen


28.11.2017: infranken.de; Mainpost: "Schlammschlacht um die Hotels ist ausgeblieben"

Ein Informationsabend der JU Volkach brachte Investoren, Befürworter und Gegner der Volkacher Hotelpläne zusammen. Alle gingen aufeinander zu.

JU bringt alle an einen Tisch

Die von manchen befürchtete Schlammschlacht bei der Informationsveranstaltung der Jungen Union (JU) Volkach über die beiden geplanten Hotels ist ausgeblieben. Es ging am Sonntagabend während der zweistündigen Diskussion zwar hitzig zu, aber immerhin sprachen die beiden Investoren sowie Befürworter und Gegner der Hotels miteinander. Nicht zuletzt ein Verdienst des Moderators, des JU-Vorsitzenden Simon Rinke, der das richtige Händchen hatte. Zumal im Laufe des Abends im Hotel „Rose“ die gut 50 anwesenden Volkacher viele Informationen mit auf den Heimweg bekamen. ... Weiterlesen


28.11.2017: infranken.de; Mainpost:

"Für und Wider zwei neue Hotels in Volkach"

Die Millionen-Projekte finden den Beifall des Stadtrates und stoßen auf Widerstand von Natur- und Umweltschützern. Bei einem Infoabend wurde lebhaft darüber diskutiert.

Im touristisch gut erschlossenen Weinort Volkach (Landkreis Kitzingen) rumort es. Im September hatte der Stadtrat zwei Bauvorhaben zugestimmt: einem Wein-Themenhotel an den Weinbergen im Norden Volkachs mit 107 Zimmern auf drei Etagen und einem Design-Hotel auf Stelzen direkt am Main mit 61 Zimmern. ... Weiterlesen


20.09.2017: infranken.de; Mainpost:
"Design-Hotel an Volkacher Mainlände geplant"

Zehn Millionen Euro soll ein Hotel kosten, das an der Volkacher Mainlände im Bereich der Schiffsanlegestelle entstehen soll. Einzelheiten dazu gab's im Stadtrat. „Ich sehe das Hotel als ein Plus für den Main an.“

Fred Mahler, Stadtrat in Volkach

Ein Design-Hotel an der Volkacher Mainlände mit 61 Zimmern, einer Gastronomie, einem Tagungsbereich und mit freier Sicht auf Weinberge und die Landungsbrücke am Fluss – dieser Antrag auf einen Vorbescheid für das „Hotel Landungsbrücke“, gestellt von der Ralph Düker & Ralf Pfeiffer GbR, stieß im Stadtrat Volkach auf ungeteilte Zustimmung. Das Zehn-Millionen-Euro-Projekt soll rund 35 Arbeitsplätze schaffen. ... Weiterlesen


19.09.2017: Nikos Weinwelten: "WINZER UND HOTELIER RALPH DÜKER, Design-Hotel an der Mainschleife"

Der fränkische Winzer und Hotelier Ralph Düker investiert zehn Millionen Euro in ein Budget-Design-Hotel an einem der schönsten Orte Deutschlands.

An der Mainschleife, der größten Flussmäanderlandschaft Bayerns, wollen Düker und seine Frau Eva rund zehn Millionen Euro investieren und, gemeinsam mit der Stadt Volkach, das Mainufer zu einem touristischen Magneten nahe Würzburg machen. Das Hotel "Neue Landungsbrücke", das sich perfekt in die Kulturlandschaft einfügen soll, entsteht mit seinen 55 Zimmern, direkt am Ufer des Mains, mit freier Sicht auf den Fluss und die umliegenden Weinberge. ... Weiterlesen